Regel 9 – Ball in und aus dem Spiel

Liebe Fussballfreundinnen und -freunde,

… „der war doch auuuus!“
„Quatsch, der war doch noch auf der Linie.“

Genau darum geht’s in der Regel, da gehts um Zentimeter, Millimeter wäre übertrieben.

Auch an dieser Stelle die Erinnerung an die Spielerei in Kindertagen im Stadtpark. Da gabs nur ‚Aus‘, wenn der Ball in der Bach (sehr kleines fließendes Gewässer) oder unspielbar in der Hecke lag.

In der Bundesliga ist dies etwas anders geregelt, im Grunde eine sehr banale Regel.

Ball-in-aus

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Der Ball aus dem Spiel
Der Ball ist aus dem Spiel, wenn
– er auf dem Boden oder in der Luft eine der Tor- oder Seitenlinien vollständig überschreitet
– die Partie vom Schiedsrichter unterbrochen wird

Der Ball im Spiel
Der Ball ist zu jedem anderen Zeitpunkt im Spiel, auch wenn er vom Pfosten, der Querlatte oder einer Eckfahnenstange ins Spielfeld zurückspringt, vom Schiedsrichter oder einem Schiedsrichter-Assistenten, der sich auf dem Feld befindet, abprallt

Das Interessante hierbei ist die Bemerkung: vollständig.
Sollte sich nämlich noch ein kleiner Teil des Balls auf der Linie befinden, gehts weiter mit dem Spiel, auch wenn der optische Eindruck ein ganz anderer ist, da sich ja der größte Teil außerhalb des Spielfeldes befindet. Das hat schon was von optischer Täuschung. Siehe im Bildbeispiel die Position des rechten Balles, diese könnte noch extremer dargesteltt werden. Solange ein kleiner Teil des Balles die Linie ‚berührt‘, befindet er sich im Spiel. Und da geht das Theater los.
Dies gilt es, wie immer, bei ungünstigen Sichtverhältnissen und hohem Spieltempo zu entscheiden.
Aber dafür hat der Schiedsrichter zwei Assistenten, welche im Fussball-Volksmund Linienrichter genannt werden.

Zwar ist wie zu Beginn erwähnt, die Regel recht einfach, aber bei falscher Betrachtung und Beurteilung der Schiris mitunter mit fatalen Folgen, wenn danach beispielweise ein Tor fällt.
Sehr schwer ist diese Entscheidung in vielen Fällen zu treffen, wenn der nicht am Boden, sondern mit Effet als Bogenschuß in der Luft aus dem Spiel war und sich wieder zurück ins Spiel dreht und im Spielfeld wieder den Boden berührt – da gibts im ganzen Stadion nur eine Perspektive, aus der dies wirklich zu beurteilen ist, nämlich auf der Linie in Flugrichtung des Balles.
Ein Grund dafür, dass der Linienrichter seine position beim Eckball ändert, von der Seite hinter die Torauslinie.

Schöne Grüße vom SPIELLEITER, wie immer „gerade noch auf der Linie.“