Regel 3 – Zahl der Spieler

Liebe Fussballfreundinnen und -freunde,

auch an diesem Spieltag gibts wieder eine wichtige Info in Form einer offiziellen Fussballregel des DFB (Deutscher Fussball Bund).

Während die Spiele in Kindheitstagen auf der Wiese im Stadtpark mit genau der Anzahl an Spielern stattgefunden haben, die zum Zeitpunkt des ‚Bolztermins‘ anwesend waren, gibt es klare Definitionen bei offiziellen Spielen.
Das bedeutet, das jede der beiden Mannschaften aus maximal 11 Spieler und mindestens aus 7 Spielern bestehen muss. Ein Spieler davon ist der Torhüter, welcher sich durch sein Trikot vom eigenen Team optisch unterscheiden muss (→ mehr dazu in Regel 4 Ausrüstung). Zu diesen 11 (aktiven) Spielern auf dem Feld gehören Ersatzspieler auf der Auswechselbank. Dies dürfen bis zu 7 Spieler sein, von denen der Trainer je nach Situation (→ später mehr zum Thema Taktik usw.) und Spielverlauf bis zu 3 Spieler einwechslen darf. Dies wiederum bedeutet, dass je ein Spieler aus der ‚Startelf‘ (die 11 Spieler zu Spielbeginn) für einen Ersatzspieler Platz machen muss → Sportplatz! Komisch, der macht doch dann keinen Sport mehr. Eine weitere Variante, das Spielfeld zu verlassen, ist der Platzverweis durch den Schiedsrichter (Gelb-rote oder Rote Karte). In wilden, hartumkämpften Spielen kann dies auch mehrfach bei einer Mannschaft passieren. Diese spielt dann in Unterzahl (neun odewr zehn) und dies wird oftmals für die Mannschaft mit mehr Spielern auf dem Spielfeld zum Problem (→ Kampfgeist, Psychologie …). Sollte jedoch eine Mannschaft so stark reduziert werden, dass weniger als 7 Spieler auf dem Spielfeld aktiv sind, kann der Spielführer, das ist der Chef einer Mannschaft auf dem Platz (→ ‚verlängerte Arm‘ des Trainers), den Schiedsrichter bitten, das Spiel abzubrechen, da die Chance das Spiel zu gewinnen bei 5 Spielern weniger, aussichtslos ist (kein Fall in der Bundesliga bekannt).

Alle Spieler eines Teams werden vor Spielbeginn dem Schiedsrichter auf dem sogenannten Spielberichtsbogen angezeigt. Ein Spieler eines Teams, der nicht auf diesem Spielberichtsbogen erwähnt wurde, darf nicht eingewechselt werden. Das war früher im Stadtpark wesentlich unkomplizierter: „Komm zu uns, wir sind eh einer weniger“.

Auswechselvorgang
Über den Wechsel eines Spielers muss der Schiedsrichter (→ folgt in Regel 5) vorher informiert werden und darf nur während einer Spielunterbrechung (Freistoss, Eckball, Einwurf) stattfinden. Der Einwechselspieler (kommt rein ins Spiel) darf das Spielfeld erst betreten, wenn der Auswechselspieler (geht raus aus dem Spiel und ist je nach Grad der Arroganz mächtig sauer auf den Trainer) das Spielfeld verlassen hat und der Schiedsrichter dem Einwechselspieler erlaubt hat, das Spielfeld zu betreten. Der ausgewechselte Spieler darf am Spiel nicht mehr teilnehmen → sauer! Ebenso ist es erlaubt, den Torwart auszuwechseln, sofern auf der Ersatzbank ein Ersatztorhüter vorhanden ist. Auch ein Feldspieler kann die Position mit dem Torhüter tauschen, was nur sehr, sehr selten Sinn macht. In unteren Spielklassen nach dem Motto: „Zuerst halt ich den gegnerischen Elfmeter, dann schieß ich vorne das Siegtor“. Hab ich definitv erlebt!

Ersatzbank und Tribüne
Da ein Spielerkader eine Bundesligavereins immer über 20, in Ausnahmen auch schon mal über 30 Personen zählt (→ Felix Magath, Ex-Trainer Wolfsburg) und maximal 18 Spieler (11 auf dem Spielfeld und 7 auf der Ersatzbank) ‚aktiv‘ am Spieltag teilnehmen können, gibt es neben der Ersatzbank auch noch die Tribüne, als Möglichkeit für den ein oder anderen Spieler, das Spiel zu verfolgen. Der Vorteil der Spieler auf der Ersatzbank liegt darin, vom Trainer eingewechselt zu werden und das Spiel positiv und somit die Meinung des Trainers über den Spieler zu beeinflussen. Am besten mit dem Siegtor 30 Sekunden nach der Einwechslung. Und wenn ein Spieler das mehrmals macht, nennt man diesen Joker! (→ Alexander Zickler: 18 Tore nach Einwechslungen). Der muss aber im Gegensatz zu seinem Kollegen im Kartenspiel kein Kostüm tragen. Diese Möglichkeit der positiven Beeinflussung des Trainers haben die ‚Tribünenspieler‘ erst wieder ab der nächsten Trainigseinheit bis zum nächsten Spieltag. Üblicherweise findet diese bereits am Tag nach dem Spiel statt, mit besonderen Aufgaben für die sogenannten Reservisten → Ersatzspieler ohne oder nur kurzem Einsatz und die Tribünengäste. Diese Reservisten werden alles dafür tun, um von der Tribüne auf die Ersatzbank und von dieser in die Startelf zu kommen.
Dies wird größtenteils durch natürliche Talentunterschiede, Trainingsleistung, Traineranti- und sympathie sowie Verletzungen im Laufe der Saison mehr oder weniger gerecht verteilt. Wenn ein Trainer über einen relativ gleichstarken Spielerkader verfügt, kann er das Gleichgewicht an Spieleinheiten innerhalb des kompletten Kaders durch ‚Rotieren‘ positiv beeinflussen (→ Pep Guardiola, Bayern München). Die stärksten Spieler gegen vermeintlich schwächere Gegner, aber vor wichtigen Spielen (→ Englische Wochen) zu schonen und damit den Ersatzspielern ( → auch Reservisten oder ‚zweites Glied‘ !!!???) die Chance zur Kontinuität und Stärkung der Einschätzung beim Trainer zu geben. Funktioniert allerdings das System der Rotation nicht wie gewollt, rotiert der Vorstand (→ Clemens Tönnies, Schalke) vor Wut und der Trainer (→ hier: Felix Magath) aus dem Amt.

So, nun geht’s raus und spuilts Fussball (→ Kaiser Franz), euer Spielleiter.