Regel 2 – Der Ball

Liebe Fussballfreundinnen und -freunde,

auch wenn es auch kaum zu glauben ist, aber der Sinn des Spiels besteht darin, dass 22 Männer oder Frauen diesem einen Ball hinterherrennen, keine zwei oder drei, nur ein Ball für alle.

 

Die offizielle DFB Regel 2 beginnt mit: „Der Ball ist regelkonform, wenn er kugelförmig ist, …

Das steht wirklich so geschrieben, es wäre allerdings nicht ok, auch den dazugehörigen Rest zu erwähnen.
Erwartungsgemäß gehören einige Daten zu dem Spielgerät, wie, dieser „aus Leder oder einem anderen geeigneten Material“ gefertigt sein soll und Ähnliches.

Hier die Regeln des Fußball-Weltverbandes (FIFA) ist ein Fußball regelgerecht, wenn er

  • kugelförmig ist,
  • aus Leder oder einem anderen geeigneten Material gefertigt ist,
  • einen Umfang zwischen mindestens 68 und höchstens 70 cm hat,
  • zu Spielbeginn ein Gewicht von mindestens 410 Gramm, jedoch höchstens 450 Gramm besitzt und
  • sein Überdruck zwischen 0,6 bar und 1,1 bar beträgt, was 600 – 1100 g/qcm auf Meereshöhe entspricht.

Eigentlich sollte man meinen, das Thema ist doch banal, aber seit einigen Jahren, sind hitzige Diskussionen entbrannt, um die technologische Entwicklung des Spielgerätes.  So weist der Ball der WM 2006 in Deutschland (+Teamgeist) nur eine maximale Abweichung von 0,1 % von der perfekten Kugel auf.
Früher, als die Bälle noch aus Leder waren, wurden diese aus 32 Teilen handgenäht, was aus heutiger Sicht ‚mittelalterlich‘ wirkt, wenn bedenkt, mit welchem Aufwand seit einigen Jahren an der Perfektion des Spielgerätes gearbeitet wird. Das geht es um Flug- und Rücksprungeigenschaften, das ‚Flatterverhalten‘ bei hoher Geschwindigkeit, was für den Torhüter zu großen Problemen führen kann, da so ein Ball von einem Profi geschossen weit über 100 km/h erreichen kann. In Zusammenhang mit der Diskussion, ob der Ball ‚drin‘ (im Tor) war oder nicht, wird mittlerweile sogar darüber nachgedacht, das innenleben mit eine Chip-Systm auszustatten, welches über eine exakte GPS-Ortung, eine 100% Aussage darüber treffen kann, wo sich der Ball nun genau befindet. Um dem eigentlichen Ziel des Spiels gerecht zu werden – nämlich ein Tor zu erzielen – muss sich der Ball mit vollem Umfang (-> rund) hinter der Linie befinden. Da kann das Auge bei hoher Geschwindigkeit mächtig getäuscht werden -> WM 1966, Wembley oder WM 2010, Südafrika. Beide Situationen fanden jeweils beim Spiel Deutschland gegen England statt, wobei einmal der Ball nicht im Tor (1966) war, aber als Tor gezählt wurde und einmal im Tor war (2010), aber nicht gezählt wurde – tragisch. Für diese Fehleinschätzungen der Schiedsrichter konnte aber der Ball an sich nix, zeigt nur einen weiteren, notwendigen technologischen Entwicklungsschritt auf.

Noch etwas ganz Wichtiges darf nicht unerwähnt bleiben. Die Bälle kriegen Namen! Der aktuelle Spielball der Bundesliga heisst ‚Torfabrik‘, bei Weltmeisterschaften sind die Namen doch etwas kreativer gewählt: Top Star, Mr. Crack, Challenge 4-Star, Telstar, Telstar Durlast, Tango Durlast, Tango España, Azteca México, Etrusco Unico, Questra, Tricolore, Fevernova, +Teamgeist, Jabulani, Brazuca.
Vielleicht ist ja was für den zukünftigen Nachwuchs dabei?

Bevor ich hier noch mehr Infos aus anderen Seiten (gutten-) bergen muss, gibt’s hier ganz viel Infos:

http://de.wikipedia.org/wiki/Fußball_(Sportgerät)

Eine runde Sache, euer Spielleiter.