Regel 7 – Dauer des Spiels

Liebe Fussballfreundinnen und -freunde,

eine relativ kurze Regelauslegung betrifft die Dauer des Spiels. Sie ist jedoch von enormer Bedeutung, wie im folgendem zu lesen ist.

Da jedoch alles definiert sein muss, ist selbstverständlich auch die Spielzeit exakt definiert, inklusive Zugabe.
Da ich immerwieder gerne auf die Spielerei im Stadtpark zu Kindertagen zurückgreife, komme ich auch hier nicht umhin, den Vergleich bzgl. der Spielzeit zu bemühen. Unsere Spiele im Stadtpark wurden oftmals bis ’10‘ ausgespielt, der Seitenwechsel fand dementsprechend bei ‚5‘ statt. Unsere damalige absolut offensiv ausgerichtete Spielweise lies dieses System problemlos zu, während die Spielsysteme (→ in späteren Folgen dazu mehr) der Bundesligamannschaften damit zu einer Spieldauer von einigen Stunden bis Tage aufwarten könnten.

Ein Spiel dauert 90 Minuten!

Also theoretisch – so ungefähr circa um die 90 Minuten.
Die Spielzeit wird geteilt in 2 Spielhälften – die erste und die zweite Halbzeit. In jeder Halbzeit hat der Schiedsrichter die Möglichkeit, ‚verlorene‘ Spielzeit nachspielen zu lassen. Gründe dafür sind Verletzungen, Auswechslungen, offensichtliches Zeitschinden (mit gelber Karte als Verwarnung), Spielertumulte oder andere zeitintensive Unterbrechungen des Spiels. Es liegt im individuellen Ermessen des Schiedsrichters, wieviel Zeit nachgespielt wird. Diese wird durch den vierten Offiziellen am Spielfeldrand angezeigt.
Nie wird die faktisch realistische Zeit der Unterbrechungen nachgespielt, selten ein annähernd passender Zeitraum. Eingespielt haben sich zur Halbzeit 1-2 Minuten und nach der 2. Halbzeit eine Verlängerung bis 5 Minuten (meistens 2-3), höchstselten liegt die Zeit darüber und auch nur bei außergewöhnlichen Unterbrechungen. Z.B. schlimme Fouls mit langer Behandlungszeit (auf dem Spielfeld) oder Fanausschreitungen, die das Spiel beeinflussen. Als längste Nachspielzeit bei einer Fussball-WM gilt die des schottischen Schiedsrichters Mottram im Spiel Bolivien gegen Südkorea bei der WM 1994 von 13 Minuten.
Bedenkt man, dass jede Mannschaft drei Spieler auswechseln darf (je 30-45 Sekunden), bei jedem Freistoß, Eckstoß oder Einwurf einige Sekunden vergehen, bis das Spiel wieder fortgeführt wird, bei Elfmeter sogar wesentlich länger, weil unendliche Diskussionen über dessen Berechtigung geführt werden müssen, kommt man schnell zu dem Ergebnis, dass eine Gesamtverlängerung von 10 Minuten nicht übertrieben wäre.
Ein weiteres Argument für ausreichende Nachspielzeit ist das sogenannte Zeitschinden der jeweils führenden Mannschaft, welches bis zur Perfektion bis zum Abpfiff ausgeübt wird. Kurioserweise sind die letzten Sekunden eines Spiels die spannendsten, zumindest bei knappem Spielergebnis.
Gerade weil vermeintlich sichere Siege in den letzten Minuten und der dazugehörigen Nachspielzeit ausgeglichen oder sogar in eine Niederlage umgekehrt wurden (→1999, Bayern München).
Lustig dabei ist, die angezeigte Spielminute für ein in der Verlängerung erzieltes Tor. Das wurde nicht in der 94. Minute erzeilt, sondern in Minute 90 +4. Dramatisch und ärgerlich, wenn eine Mannschaft in der 89. Spielminute noch 2:0 führt und die Gegentore mit 90 + 2 und 90 + 3 angegeben werden. Zum Haare ausraufen, wenn noch eines in 90 + 5 dazukommt und anschließend das Spiel abgepfiffen wird.

Die Nachspielzeit ist eine fast magische Zeit. Auf der einen Seite die Hoffnung auf die allerletzte Chance zum Ausgleich oder Siegtreffer, auf der anderen Seite die Angst vorm Ausgleich oder der Niederlage in allerletzter Sekunde.

Interessant ist dies bei anderen Sportarten wie Handball oder Basketball zu beobachten, wo es eine wirklich aktive Spielzeit gibt und die Uhr, welche die Restspielzeit angibt, bei Unterbrechungen angehalten wird. Da dauern die letzten Sekunden oftmals mehrere Minuten und die Bruttogesamtspielzeit beträgt 90 Minuten, statt offiziell z.B. 60 bei Handball.

Deshalb: Ein Spiel dauert 90 Minuten + x !

Mit einem sportlichen Gruß aus der 99. Minute

euer SPIELLEITER

Regel 4 – Ausrüstung der Spieler

Liebe Fussballfreundinnen und -freunde,

weiter geht’s mit – zum Teil – modischen Aspekten des Fussballsports.

Unter dem Begriff ‚Ausrüstung‘ könnte man fälschlicherweise Hilfsmittel verstehen, welche eher an Kampfsport erinnern. Zwar wird im Zusammenhang mit Fussball sehr oft der Begriff ‚Kampfsport‘ verwendet, dies ist aber eher der Athletik der Sportler, sowohl beim Frauen- wie auch beim Männerfussball, geschuldet und hat nichts Schwert, Helm oder Schutzmasken zu tun.

Schienbeinschoner

Es wird eine Grundausrüstung gefordert, welche im Laufe der Regelerklärung klar definiert wird.
Hierzu gehören Hemd, Hose, Strümpfe (die Haare sauber gescheitelt und saubere Fingernägel) sowie – und jetzt kommt die ‚Ausrüstung‘ – Schienbeinschoner und Fussballschuhe.
Wobei Fussballschuhe nicht näher definiert sind, jedoch die Schienbeinschoner sehr ‚genau‘:
• müssen von den Strümpfen vollständig bedeckt sein,
• müssen aus Gummi, Plastik oder einem ähnlichen geeigneten Material bestehen,
• müssen einen angemessenen Schutz vor Verletzungen bieten.
Diese tragen ja auch (Vermeintlich) zum Schutz der Spieler, bzw. wenigstens des Scheinbeins bei, während die Fussballschuhe lediglich das Spielgerät treten. Die mittlerweile zu High-Tech-Produkten mutierten Fussballschuhe sind dafür zuständig, den ebenso hochtechnisierten Ball (das Spielgerät) so anspruchvoll zu treten, dass dieser in ungewöhnlichen Flugkurven mit höchster Präzision und sehr hoher Geschwindigkeit (über 100 km/h) beim Torschuss dem Torhüter sehr oft keine Chance lässt, seinen Job ordentlich zu verrichten (Bälle halten, abwehren).

Umkleidekabine mit Trikots

Fussballschuhe waren in früheren Tagen generell Schwarz/Weiss und hatten 3 Streifen (adidas) oder einen langen Streifen (PUMA) und waren entweder mit Schraubstollen oder Nocken unter der Sohle ausgerüstet. Stollenschuhe waren bei jungen Fussballern immer schon der Hit, auch wenn diese auf einem sogenannten Hartplatz (fester Untergrund) nur sehr wenig Sinn machen und üblicherweise auf dem Rasenplatz verwendet werden. Der Vorteil liegt darin, dass die Schraubstollen in verschiedenen Ausführungen bzgl. Material und vor allem ihrer Länge (bis zu 18 mm) wegen des Schraubgewindes ausgetauscht werden können. Nockenschuhe haben eine festgeformte Untersohle aus PVC-Material, welche sich, je nach Untergrund, relativ schnell abgearbeitet hat. Da diese Untersohle wesentlich weicher ist als Schraubstollen, kommen die Nockenschuhe überall dort zum Einsatz, wo auf hartem Untergrund gespielt wird.
Die heutige Generation der Bundesligaspieler kennt diese ‚alten‘ farblosen Schuhe aus Leder lediglich aus dem Vereinsmuseum. Schon vor Verbreitung des Internets entwickelten sich die Fussballschuhe nach und nach zu bunten (fürs Auge teilweise schmerzend) High-Tech-Produkten, die an den Vergleich des VW-Käfers (dürfte noch bekannt sein) mit einem aktuellen SUV erinnern (→Raumfahrttechnik).
Dass es keine Vorgabe für die Farbe der Schuhe gibt, verwundert umsomehr, ist doch die farbliche Trennung der Mannschaften, der jeweiligen Torhüter sowie die Unterscheidung von den Schiedsrichtern klar vorgegeben. Dies bietet grundsätzlich ein große Spielwiese für die Trikotgestalter, welche im Bundesligabereich teilweise sogar eine starke Annäherung an das CI (Erkennungssymbolik einer Firma) des Sponsors erreicht. Das CI des Vereins spiegelt sich meistens nur darin, dass die Vereinsfarben (Bayern München = Rot-Weiß) zumindest im Heim-Trikot deutlich definiert sind. Und das sagt uns auch schon, dass es auch ein Auswärtstrikot gibt. Dies aus dem Grund, weil es viele Vereine gibt, die gleiche oder ähnliche Vereinsfarben und somit Trikotfarben haben, diese sich jedoch klar voneinander unterscheiden müssen. Dies wird vom Schiedsrichter vor dem Spiel geprüft, bzw. in der Bundesliga ist dies bereits vor Saisonbeginn definiert und geklärt. Früher gabs ein Lätzchen drüber und fertig war die klare Unterscheidung. Eine ganz aktuelle Entscheidung zum Thema einheitliches Trikot, wurde darin getroffen, dass lange ‚Unterhosen‘ (→Robben, Arjen) in der gleichen Farbe sein müssen, wie das Trikot, bzw. die Hose, also nix mehr mit Weiß oder Grün/Pink wie in alten Tagen.
Während früher die Schiedsrichter, passend zu Ball und Fussballschuhen. ebenfalls immer in Schwarz gekleidet waren, sieht man heutzutage überwiegend farbige Schiedsrichterbekleidung, welche sich natürlich ebenso von den Farben der Mannschaften klar unterscheiden muss.
Ebenso zur Ausrüstung gehören weiter Schutzelemente wie Brillen, Haarbänder Gesichts- und Kopfschutz (→Czech, Petr). Alle diese Elemente sind so perfekt an den Kopf angepasst, dass diese weder den Spieler, noch den Gegner (ganz wichtig) stören, behindern oder verletzen können. Dies ist auch der Grund, weshalb jede Art von Schmuck vom Körper entfernt werden muss, zumindest der Schmuck, welcher offen zu sehen ist. Ein Nabelpiercing z.B. wird wenig Gefahr verbreiten, Halsketten, Uhren, Ringe, Ohrringe sind jedoch strikt verboten und müssen entfernt werden, auch das Nasenpiercing. Sogar der Schiedsrichter darf keinen Schmuck tragen, lediglich eine Uhr als Zeitmessgerät und ganz zeitgemäß, mittlerweile tragen die Schiedsrichter in der Bundesliga, bzw. bei internationalen Spielen auch ein Kommunikationssytem, um mit den Schiedsrichter-Assistenten (früher Linienrichter) und dem ‚Vierten Mann‘ während des Spiels dauerhaft kommunizieren zu können – die würden besser aufs Spiel achten!
In den nächsten beiden Regeln (5+6) geht es um die Männer in ‚Schwarz‘, wie diese früher auch genannt wurden.

Also, viel Spaß beim Ausrüsten zum Bundesliga schauen: Bier, Chips, Fernbedienung und Unterhosen in Trikotfarbe …

Euer Spielleiter.

Regel 3 – Zahl der Spieler

Liebe Fussballfreundinnen und -freunde,

auch an diesem Spieltag gibts wieder eine wichtige Info in Form einer offiziellen Fussballregel des DFB (Deutscher Fussball Bund).

Während die Spiele in Kindheitstagen auf der Wiese im Stadtpark mit genau der Anzahl an Spielern stattgefunden haben, die zum Zeitpunkt des ‚Bolztermins‘ anwesend waren, gibt es klare Definitionen bei offiziellen Spielen.
Das bedeutet, das jede der beiden Mannschaften aus maximal 11 Spieler und mindestens aus 7 Spielern bestehen muss. Ein Spieler davon ist der Torhüter, welcher sich durch sein Trikot vom eigenen Team optisch unterscheiden muss (→ mehr dazu in Regel 4 Ausrüstung). Zu diesen 11 (aktiven) Spielern auf dem Feld gehören Ersatzspieler auf der Auswechselbank. Dies dürfen bis zu 7 Spieler sein, von denen der Trainer je nach Situation (→ später mehr zum Thema Taktik usw.) und Spielverlauf bis zu 3 Spieler einwechslen darf. Dies wiederum bedeutet, dass je ein Spieler aus der ‚Startelf‘ (die 11 Spieler zu Spielbeginn) für einen Ersatzspieler Platz machen muss → Sportplatz! Komisch, der macht doch dann keinen Sport mehr. Eine weitere Variante, das Spielfeld zu verlassen, ist der Platzverweis durch den Schiedsrichter (Gelb-rote oder Rote Karte). In wilden, hartumkämpften Spielen kann dies auch mehrfach bei einer Mannschaft passieren. Diese spielt dann in Unterzahl (neun odewr zehn) und dies wird oftmals für die Mannschaft mit mehr Spielern auf dem Spielfeld zum Problem (→ Kampfgeist, Psychologie …). Sollte jedoch eine Mannschaft so stark reduziert werden, dass weniger als 7 Spieler auf dem Spielfeld aktiv sind, kann der Spielführer, das ist der Chef einer Mannschaft auf dem Platz (→ ‚verlängerte Arm‘ des Trainers), den Schiedsrichter bitten, das Spiel abzubrechen, da die Chance das Spiel zu gewinnen bei 5 Spielern weniger, aussichtslos ist (kein Fall in der Bundesliga bekannt).

Alle Spieler eines Teams werden vor Spielbeginn dem Schiedsrichter auf dem sogenannten Spielberichtsbogen angezeigt. Ein Spieler eines Teams, der nicht auf diesem Spielberichtsbogen erwähnt wurde, darf nicht eingewechselt werden. Das war früher im Stadtpark wesentlich unkomplizierter: „Komm zu uns, wir sind eh einer weniger“.

Auswechselvorgang
Über den Wechsel eines Spielers muss der Schiedsrichter (→ folgt in Regel 5) vorher informiert werden und darf nur während einer Spielunterbrechung (Freistoss, Eckball, Einwurf) stattfinden. Der Einwechselspieler (kommt rein ins Spiel) darf das Spielfeld erst betreten, wenn der Auswechselspieler (geht raus aus dem Spiel und ist je nach Grad der Arroganz mächtig sauer auf den Trainer) das Spielfeld verlassen hat und der Schiedsrichter dem Einwechselspieler erlaubt hat, das Spielfeld zu betreten. Der ausgewechselte Spieler darf am Spiel nicht mehr teilnehmen → sauer! Ebenso ist es erlaubt, den Torwart auszuwechseln, sofern auf der Ersatzbank ein Ersatztorhüter vorhanden ist. Auch ein Feldspieler kann die Position mit dem Torhüter tauschen, was nur sehr, sehr selten Sinn macht. In unteren Spielklassen nach dem Motto: „Zuerst halt ich den gegnerischen Elfmeter, dann schieß ich vorne das Siegtor“. Hab ich definitv erlebt!

Ersatzbank und Tribüne
Da ein Spielerkader eine Bundesligavereins immer über 20, in Ausnahmen auch schon mal über 30 Personen zählt (→ Felix Magath, Ex-Trainer Wolfsburg) und maximal 18 Spieler (11 auf dem Spielfeld und 7 auf der Ersatzbank) ‚aktiv‘ am Spieltag teilnehmen können, gibt es neben der Ersatzbank auch noch die Tribüne, als Möglichkeit für den ein oder anderen Spieler, das Spiel zu verfolgen. Der Vorteil der Spieler auf der Ersatzbank liegt darin, vom Trainer eingewechselt zu werden und das Spiel positiv und somit die Meinung des Trainers über den Spieler zu beeinflussen. Am besten mit dem Siegtor 30 Sekunden nach der Einwechslung. Und wenn ein Spieler das mehrmals macht, nennt man diesen Joker! (→ Alexander Zickler: 18 Tore nach Einwechslungen). Der muss aber im Gegensatz zu seinem Kollegen im Kartenspiel kein Kostüm tragen. Diese Möglichkeit der positiven Beeinflussung des Trainers haben die ‚Tribünenspieler‘ erst wieder ab der nächsten Trainigseinheit bis zum nächsten Spieltag. Üblicherweise findet diese bereits am Tag nach dem Spiel statt, mit besonderen Aufgaben für die sogenannten Reservisten → Ersatzspieler ohne oder nur kurzem Einsatz und die Tribünengäste. Diese Reservisten werden alles dafür tun, um von der Tribüne auf die Ersatzbank und von dieser in die Startelf zu kommen.
Dies wird größtenteils durch natürliche Talentunterschiede, Trainingsleistung, Traineranti- und sympathie sowie Verletzungen im Laufe der Saison mehr oder weniger gerecht verteilt. Wenn ein Trainer über einen relativ gleichstarken Spielerkader verfügt, kann er das Gleichgewicht an Spieleinheiten innerhalb des kompletten Kaders durch ‚Rotieren‘ positiv beeinflussen (→ Pep Guardiola, Bayern München). Die stärksten Spieler gegen vermeintlich schwächere Gegner, aber vor wichtigen Spielen (→ Englische Wochen) zu schonen und damit den Ersatzspielern ( → auch Reservisten oder ‚zweites Glied‘ !!!???) die Chance zur Kontinuität und Stärkung der Einschätzung beim Trainer zu geben. Funktioniert allerdings das System der Rotation nicht wie gewollt, rotiert der Vorstand (→ Clemens Tönnies, Schalke) vor Wut und der Trainer (→ hier: Felix Magath) aus dem Amt.

So, nun geht’s raus und spuilts Fussball (→ Kaiser Franz), euer Spielleiter.

Regel 2 – Der Ball

Liebe Fussballfreundinnen und -freunde,

auch wenn es auch kaum zu glauben ist, aber der Sinn des Spiels besteht darin, dass 22 Männer oder Frauen diesem einen Ball hinterherrennen, keine zwei oder drei, nur ein Ball für alle.

 

Die offizielle DFB Regel 2 beginnt mit: „Der Ball ist regelkonform, wenn er kugelförmig ist, …

Das steht wirklich so geschrieben, es wäre allerdings nicht ok, auch den dazugehörigen Rest zu erwähnen.
Erwartungsgemäß gehören einige Daten zu dem Spielgerät, wie, dieser „aus Leder oder einem anderen geeigneten Material“ gefertigt sein soll und Ähnliches.

Hier die Regeln des Fußball-Weltverbandes (FIFA) ist ein Fußball regelgerecht, wenn er

  • kugelförmig ist,
  • aus Leder oder einem anderen geeigneten Material gefertigt ist,
  • einen Umfang zwischen mindestens 68 und höchstens 70 cm hat,
  • zu Spielbeginn ein Gewicht von mindestens 410 Gramm, jedoch höchstens 450 Gramm besitzt und
  • sein Überdruck zwischen 0,6 bar und 1,1 bar beträgt, was 600 – 1100 g/qcm auf Meereshöhe entspricht.

Eigentlich sollte man meinen, das Thema ist doch banal, aber seit einigen Jahren, sind hitzige Diskussionen entbrannt, um die technologische Entwicklung des Spielgerätes.  So weist der Ball der WM 2006 in Deutschland (+Teamgeist) nur eine maximale Abweichung von 0,1 % von der perfekten Kugel auf.
Früher, als die Bälle noch aus Leder waren, wurden diese aus 32 Teilen handgenäht, was aus heutiger Sicht ‚mittelalterlich‘ wirkt, wenn bedenkt, mit welchem Aufwand seit einigen Jahren an der Perfektion des Spielgerätes gearbeitet wird. Das geht es um Flug- und Rücksprungeigenschaften, das ‚Flatterverhalten‘ bei hoher Geschwindigkeit, was für den Torhüter zu großen Problemen führen kann, da so ein Ball von einem Profi geschossen weit über 100 km/h erreichen kann. In Zusammenhang mit der Diskussion, ob der Ball ‚drin‘ (im Tor) war oder nicht, wird mittlerweile sogar darüber nachgedacht, das innenleben mit eine Chip-Systm auszustatten, welches über eine exakte GPS-Ortung, eine 100% Aussage darüber treffen kann, wo sich der Ball nun genau befindet. Um dem eigentlichen Ziel des Spiels gerecht zu werden – nämlich ein Tor zu erzielen – muss sich der Ball mit vollem Umfang (-> rund) hinter der Linie befinden. Da kann das Auge bei hoher Geschwindigkeit mächtig getäuscht werden -> WM 1966, Wembley oder WM 2010, Südafrika. Beide Situationen fanden jeweils beim Spiel Deutschland gegen England statt, wobei einmal der Ball nicht im Tor (1966) war, aber als Tor gezählt wurde und einmal im Tor war (2010), aber nicht gezählt wurde – tragisch. Für diese Fehleinschätzungen der Schiedsrichter konnte aber der Ball an sich nix, zeigt nur einen weiteren, notwendigen technologischen Entwicklungsschritt auf.

Noch etwas ganz Wichtiges darf nicht unerwähnt bleiben. Die Bälle kriegen Namen! Der aktuelle Spielball der Bundesliga heisst ‚Torfabrik‘, bei Weltmeisterschaften sind die Namen doch etwas kreativer gewählt: Top Star, Mr. Crack, Challenge 4-Star, Telstar, Telstar Durlast, Tango Durlast, Tango España, Azteca México, Etrusco Unico, Questra, Tricolore, Fevernova, +Teamgeist, Jabulani, Brazuca.
Vielleicht ist ja was für den zukünftigen Nachwuchs dabei?

Bevor ich hier noch mehr Infos aus anderen Seiten (gutten-) bergen muss, gibt’s hier ganz viel Infos:

http://de.wikipedia.org/wiki/Fußball_(Sportgerät)

Eine runde Sache, euer Spielleiter.

Regel 1 – Das Spielfeld

Liebe Fussballfreundinnen und -freunde,

zum heutigen Spieltag soll’s dann auch losgehen mit den Fussballregeln, bzw. müssen wir leider mit ganz viiiiielen Zahlen beginnen.

Entgegen dem großen Wunsch aller Fussball-Experten nach sogenannten Straßenfussballern (-> Brasilien = Strand), sind die offiziellen Vorgaben an das Spielfeld klar definiert. Erlaubt sind alle natürlichen oder künstlichen „Unterlagen“ so der offizielle Wortlaut. Für die Bundesliga heisst das, es muss ein Naturrasen sein, welcher für die kalte Jahreszeit mit einer Rasenheizung ausgestattet ist. Unsere Straßenmannschaften spielten früher auf jedem Untergrund, der eine annähernd ausreichend große Fläche geboten hat.
Diese Regeln sind in der Bundesliga nicht anders – bis ins kleinste Detail – eigentlich klar, da wir in Deutschland, bzw. Europa (EU) leben. Sogar weltweit sind alle diese Bedingungen definiert und jedes ofizielle Spiel hat sich daran zu halten. Auch beim Freundschafts-Länderspiel zwischen Turkmenistan gegen Äquartorialguinea.

Spielfeld und seine wichtigen Bestandteile

Wie nicht anders zu erwarten, sind alle möglichen Maße definiert, sogar die Höhe der Eckfahne – ja sowas gibt’s und ist vorgeschrieben.

Spielfeld_Metrisches-Maßfeld

copyright dfb.de

Die übliche Größe eine Spielfeldes ist 105 x 70 m. Das sind 7350 qm. Müsste diese Rasenfläche gemäht werden, wäre weder für Shopping noch für Fussballgucken am Wochehende Zeit, ich glaube nicht mal zum Schlafen wäre Zeit, der gemähte Rasen muss ja auch entsorgt werden. Auf dieser Fläche könnten ca. 2450 Kleiderschränke auf- oder ca. 117600 Paar Schuhe abgestellt werden. Da niemand so viele Kleiderschränke oder Schuhe besitzt, wird auf so einer Fläche seit jeher Fussball gespielt, vor allem, wenn Rasen drunter und Tribünen drumrum sind. Perfekt mit Bierstand und Bratwurstbude!

Diese Fläche muss markiert werden, mit Seitenlinien und Torlinien. Die Torlinie ist mit Sicherheit die wichtigste Linie, zumindest in dem Bereich, in dem das Tor steht (->Wembley oder 27.06.2010, Bloemfontain/Südafrika).

Spielfeld_Beschreibung

copyright dfb.de

Es gibt einen Torraum, die offizielle Bezeichnung (direkt vor dem Tor, bzw. dem Torwart), 18,32 x 5,50 m mit einer Fläche von 100,76 qm, das ist z.B. fast exakt 1 Ar (a) oder 0,01 Hektar (ha) -> wichtig für ‚Bauer sucht Frau‘, also für die Frau! Der Torraum, auch Fünfmeterraum genannt wird unter Fussballern eher als ‚Fünfer‘ bezeichnet. Klar ne: „Weil der so ca. Fünfmeter irgendwie groß ist.“

Um den Torraum gesellt sich der Strafraum, ebenfalls ausgehend von der Torlinie, allerdings etwas größer. Der Strafraum misst 40,32 x 16,50 m -> über 600 qm, allerdings auf einer Etage, ohne Keller und Strom, nur Regenwasser. Strafraum (im Fussball-Volksmund ‚Sechzehner‘) heißt dieser deshalb, weil sich darin der Strafstoßpunkt befindet. Dieser wiederum liegt exakt mittig zum Tor positioniert in einer Entfernung von elf Metern. Aha, da war doch was: Elfmeter! Ja, genau, den gibts u.A. immer, wenn ein Spieler der stürmenden Mannschaft von einem Spieler der verteidigenden Mannschaft im Strafraum gefoult wird „das war doch Elfer!“.

Diesen Elfmeter muss ein Mitspieler des Gefoulten oder der Gefoulte selbst vom Elfmeterpunkt ausführen. Der Gefoulte, seine Mitspieler, aber auch sein Trainer und alle, die dieser Mannschaft beihalten, möchten dass der Schütze des Elfmeters den Ball ins TOR schießt. Das sind die Teppichstangen mit Fischernetz jeweils am Ende des Spielfeldes.
Das Tor hat eine Größe von 7,32 m breit und 2,44 m hoch, den das Tor steht aufrecht, sonst konnte man keine Tore schießen (-> Torfall von Madrid). 7,32 x 2,44 m kann man vergleichen mit einem Kleiderschrank, der 12 Türflügel aufweist. Zuhause hütet den die Braut (meistens), im Fussball hütet der Torwart (meistens) das Tor (-> im Frauenfussball die Torfrau, z.B. Frau Thor). Die Größe vom Torhüter ist zwar nicht vorgegeben – es ist aber sehr von Vorteil, wenn der Torwart oder Torhüter oder -in, sehr groß ist. Schließlich ist keine Treppenleiter erlaubt, um unter der (Tor-) Latte aufzuräumen.
Zur Beschaffenheit und Farbe steht Folgendes geschrieben: „Die Torpfosten und die Querlatte sind aus Holz, Metall oder einem anderen genehmigten Material. Torpfosten und Querlatten müssen quadratisch, rechteckig, rund oder elliptisch sein, dürfen die Spieler aber in keiner Weise gefährden“ und weiter „Die natürliche Silberfarbe bei Toren aus Metall ist zulässig.“ Falls Sie mal ein Tor im Garten aufstellen möchten!

Dazu gibt es noch weitere vermaßte Objekte wie Eckfahne (1,50 m hoch), Anstoßkreis (9,15 m Durchmesser – wer kriegt die Fläche raus?) mit AnstoßpunktEckviertelkreis für den Eckball, eine Technische Zone, eine Sicherheitszone an allen Seiten des Spielfeldes, eine Fotografenzone, die Abstände der Mannschaftsbänke für Trainer und Ersatzspieler, der Platzordner und und und … – da hat alles seine Ordnung.
Auch die Spielergebnisse sind – bis auf wenige Ausnahmen – ganz ordentlich.

Also, auf zum Fussball – da gibts einiges zum Thema Ordnung zu erfahren, vor allem, wenn aus einer geordneten Abwehr gespielt wird (->“Taktik“ und „Ordnung auf dem Spielfeld“ kommt viiiel später!).

Der Ordnung halber: Seid gegrüßt von einem ordentlichen SPIELLEITER.

Die Saison

Liebe Fussballfreundinnen und -freunde,
wir starten mit unseren Informationen zunächst mit den allgemeinen, sachlichen Fakten rund ums das Spiel, bzw. die Fussball-Bundesliga.

Unser Thema: Was bedeutet denn Bundesliga-Saison?

Die Vereine

In der Bundesliga spielen 18 Vereine, wobei sich die letzten drei Vereine in der Vorsaison (2014/15) durch Aufstieg, bzw. Relegation qualifiziert haben.

Hier die Vereine der aktuellen Saison 2015/2016, gelistet nach dem Tabellenstand der letzten Saison, bzw. Aufstieg und Relegation:

FC Bayern München -> Meister + DFB-Pokalsieger
VFL Wolfsburg
Borussia Mönchengladbach
Bayer 04 Leverkusen
FC Augsburg
FC Schalke 04
Borussia Dortmund
1899 Hoffenheim
Eintracht Frankfurt
SV Werder Bremen
1. FSV Mainz 05
1. FC Köln
Hannover 96
VfB Stuttgart
Herta BSC
Hamburger SV   -> Relegation Sieger gegen Karlsruher SC
FC Ingolstadt     -> Aufsteiger, 1. Platz 2. Bundesliga
SV Darmstadt    -> Aufsteiger, 2. Platz 2. Bundesliga

Die Spieltage

Die Saison mit 18 Vereinen wird üblicherweise parallell zur Hochzeitsvorbereitung von August bis Mai ausgespielt, es gibt eine Winterpause (bei der Hochzeitsvorbereitung seltener) von ca. 4 Wochen ab Weihnachten. Jeder der 18 Vereine spielt in einer Hin- und Rückrunde gegen die anderen 17 Vereine jeweils einmal im eigenen Stadion und einmal beim Gegner (Paare, die noch getrennt wohnen kennen das). Dies ergibt 34 Spieltage, die eine Saison mit 306 Spielen komplettieren (bei Brautpaaren sind dies 365).

Z.B. der letzjährige Meister FC Bayern München spielt am 1. Spieltag der Saison gegen den Hamburger SV im eigenen Stadion:
14.08.2015: FC Bayern München – Hamburger SV

Das Rückspiel dazu findet am 18.Spieltag (= 1.Rückrundenspieltag) in Hamburg statt:
23.01.2016: Hamburger SV  – Borussia Dortmund

Die Termine

Die Daten der jeweiligen Spieltage werden vor Saisonbeginn in einem sogenannten Rahmenterminkalender festgelegt. In Abhängigkeit mit dem internationalen Rahmenterminkalender der FIFA (weltweiter DFB / DFB = Deutscher Fussball Bund), wird der exakte Spieltag am Wochenende für die Vereine definiert. Dies hängt damit zusammen, dass einige Vereine an internationalen, europäischen Wettbewerben teilnehmen und deshalb in manchen Wochen Dienstags, Mittwochs oder Donnerstags zusätzliche Spiele irgendwo in Europa bestreiten (z.B. gegen FK Ekranas Panevezys, FC Nordsjaelland oder Dnipro Dnipropetrovsk). Dnipropetrovsk liegt ca. 2200 km von Frankfurt/Main – da is‘ nix mit lustig Mannschaftssbus und so. Deshalb sind die Bundesliga-Spiele am Wochenende verteilt auf Freitag, Samstag und Sonntag, denn, bis man aus Dnipropetrovsk nach einem Spiel am Donnerstag wieder zu Hause ist, kann locker schon die Samstag-12-Uhr-Glocke geläutet haben.

Hier können Sie sich den sogenannten Rahmenterminkalender angucken: http://www.dfb.de/index.php?id=510208

Der Spielbeginn

Somit wurde für einen Spieltag folgender Wochenend-Terminplan (und somit für uns alle) festgelegt:

– Freitag 20:30 Uhr: 1 Spiel
– Samstag 15:30 Uhr: 5 Spiele
– Samstag 18:30 Uhr: 1 Spiel
– Sonntag 15:30 Uhr: 1 Spiel
– Sonntag 17:30 Uhr: 1 Spiel

Dies macht zusammen 9 Spielpaarungen pro Spieltag – und damit hat sich praktisch von selbst erklärt, weshalb am Wochenende so wenig Zeit für wirklich Wichtiges ist. Dabei ist nicht zu vergessen, dass Mann sich ja zusätzlich für die 2. oder 3. Liga interessieren kann. Dann ist aber absolut keine Zeit mehr für gemeinsames Frühstück oder so. Ist doch nachvollziehbar, oder?

Die Relegation

Die Relegation entscheidet über den Abstieg oder den Aufstieg in die oder aus der Bundesliga. Der drittletzte am Saisonende der Bundesliga spielt gegen den drittplatzierten der 2.Bundesliga. Diese beiden Vereine spielen in Hin- und Rückspiel den Gesamtsieger der Relegation aus, was für einen Verein das 35. und 36. Saisonspiel bedeutet. Dies war im Vorjahr Borussia Mönchengladbach.
Zur Info: Nach Borussia Mönchengladbach sind der erst- und zweitplatzierte Verein der 2.Bundesliga aufgelistet – die direkt in die Bundesliga aufsteigen, während der 17. und 18. Verein in der Tabelle der Bundesliga direkt absteigt, also ohne Relegation.

Die Englischen Wochen

Ja leider. Mit den Wochenenden ist es nicht erledigt. Es gibt nationale (DFB-Pokal) und internationale Wettbewerbe (Champions-League, Europa-League), die für die Vereine sehr, teilweise sehr, sehr lukrativ sein können. Natürlich nur im Erfolgsfall. Alle diese Wettbewerbe werden während der Woche ausgespielt.
„Englische Wochen“: Da in England die Fussball-Liga seit jeher aus 20 Mannschaften besteht, musste man seit frühen Jahren des geregelten Wettbewerbs auf Spieltage während der Woche ausweichen. Das bedeutet 3 Spiele innerhalb einer Woche (Samstag – Mittwoch – Samstag). Wie zuvor bereits erwähnt, wurde der ursprüngliche Samstagspieltag (ja tatsächlich, früher begannen alle Spiele am Samstag zur gleichen Uhrzeit) auf Freitag-Abend bis Sonntag-Abend verteilt. Urschache dafür kann nur sein, dass viele (vermutlich) männliche Fussballfreunde, sich über unendlich viel Freiraum am Wochenende beim DFB beschwert haben. Oder Frühstückhasser, Männer ohne Rasen, ehemalige Singles, die nun Hochzeitseinladungen basteln (sollten) …

P.S.: Gerne nehme ich Ideen und Anregungen (zum Thema Fussball natürlich) auf. Dran denken: Abseits kommt später, viel später. Vorher gehts um Trikotfarben, Schuhhersteller, Schmuck der Fussballer, Handschuhe usw.